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Solche Schüsseln werden heute noch eher als Küchenzier für Touristen produziert, aber ich, Kind Bayerns, habe damit auch noch das Kochen gelernt: Deshalb habe ich so viele alte Tonschüsseln in meinen Küchen.

Weil sie von der Tomatensuppe über die Kürbistarte bis zum gefüllten Omelett wirklich praktisch bei der Zubereitung sind.

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Da kam der zusammengekochte Brei hinein, und dann löffelte jeder mit seinem individuellen Löffel heraus, was er erhaschen konnte.

Die Gier und der Hunger jedenfalls waren so gross, dass die gesamte Glasur im Bodenbereich abgekratzt und angeschabt ist, und der nackte Ton hervorschaut.

Wie es in ihrer Zeit eben so üblich war, reiste man im Sommer in die Berge, und sobald man sich ein Motorrad oder ein Auto leisten konnte, auch über die Berge, nach Südtirol, wo es schöner und wärmer ist.

Ganz Deutschland reiste damals entweder nach Rimini oder nach Meran, und nahm mit kleinen Kammern in Pensionen vorlieb, die man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann: Ohne WLAN und fliessendes Wasser.

Ich kenne das übrigens noch aus meiner eigenen Kindheit, und es hat mir nicht geschadet, ganz im Gegenteil, ich mochte das.

Damals jedoch, als die Schüssel in den Besitz meiner Grosstante gelangte, war das Fehlen des Komforts noch obligatorisch: Wer wandern wollte, gab sich mit dem schönen Wetter zufrieden, und achtete ansonsten nicht sehr auf die Gebräuche des gutbürgerlichen Alltags daheim.

Bei uns in Bayern dagegen können Sie als Zuwanderer eine Hausdurchsuchung erleben, bei der überhaupt keine Drogen gefunden werden, und trotzdem wird zwischen den grünen Wiesen überlegt, wie man den vorab schon ausgestellten Haftbefehl gegen Sie nicht doch umsetzt.

Ein Land, ein Rechtssystem, zwei Auslegungen, und vermutlich bald acht Fernbustickets von Traunstein nach Berlin, wenn die Betroffenen schlau sind: Dafür ist Traunstein auch ein reizendes Örtchen im Chiemgau und so sauber, wie Berlin dreckig ist.

Das ist ein enormer Luxus, den wir da im Vergleich zu unseren Vorfahren haben, und gemeinhin sollte man denken, dass alle sich der Erkenntnis anschliessen und den uns zur Verfügung stehenden Überfluss an Nahrung, Besteck, Tischtüchern, Servietten, Porzellan und Bleikristall zu schätzen wissen.

Irgendwelche unserer Vorfahren haben irgendwann auch mal so eine Schüssel voll mit Brei gemeinschaftlich mit dem Löffel in der Faust, die orale Futteröffnung nah an dem dampfenden Mahl, mit Inbrunst und Fressneid geleert, und hätten sich über ihre spätesten Nachfahren gewundert, die das Muranoglas von der Hochzeitsreise der früheren Nachfahren auf den Flohmarkt tragen. Nebenbei, weil wir hier gerade so ein Muranoschüsselchen sehen. Das ist jetzt der Trend unter jenen, die vom Hab und Gut ihrer Vorfahren nichts mehr wissen wollen.

Das eine einige Deutschland Vaterland, das gibt es nicht – und ich würde in der historischen Betrachtung nicht darauf wetten wollen, dass der Staat oder die EU in 50 Jahren noch da sind.

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